VerstärkerAmt Wuhlheide

Das Tor zum Volkspark Wuhlheide – Trabant des FEZ-Berlin

Am S-Bahnhof Wuhlheide soll das ehemalige Bahngelände, das mittlerweile im Besitz der Berliner Forsten ruht, aus dem Tiefschlaf erwachen. Wir streben eine nachhaltige Entwicklung inklusive der Sanierung, Modernisierung und Renaturierung der Gebäude und Flächen an. Eine Betreiber- und Nutzergemeinschaft wird unter Initiative des Netzwerks PARADIES WUHLHEIDE zusammengeführt, um das Bahnhofseingangsgelände aufzuwerten, Beschäftigungsmöglichkeiten im Park zu initiieren und ein berlinweiter Anziehungspunkt für Interessierte von Kultur, Postwachstumsideen und Natur zu werden. Gemeinsam mit Nutzern, Fachexperten/innen, Netzwerkpartner/innen und Vertreter/innen der Kommunalpolitik, Bildungs- und Forschungsinstitutionen werden Gestaltungs- und Umsetzungsmöglichkeiten sowie Wege zur Finanzierung entwickelt.

Ausgangssituation
  • S-Bahn-nahe Lage und das Bahnhofseingangsgelände als Eingangstor zum Volks- und Waldpark Wuhlheide

  • Großes abgegrenztes Freigelände mit verschiedenen Gebäuden

  • Machbarkeitsstudie / Projektskizze von SÄUM Architekten

  • Nachhaltiges Nutzungskonzept PARADIES WUHLHEIDE als Rahmenplanung

  • Probleme:

    • Vorläufige Freigabe des Geländes für eine Renaturierung und vorläufige Kündigung des Vertrages mit der Bahn

    • Aktive Bahngleise (insbesondere Lautstärke) und Vandalismus, eventuell Bodenbelastung und Strahlung

Nutzungsideen

1. Ableger/ Satellit Landesmusikakademie Berlin

Kellergeschoss (ca. 600 qm). Probebühne für Konzerte - Für die Probephasen von Musikshows und Konzerten (vor allem im Bereich populärer Musik) eignet sich das Mittelgeschoss, hier gibt es bereits erste Interessensbekundung von Betreibern einer Probebühne. Zu prüfen ist, ob diese Probebühne auch vereinzelt für kleinere Konzertveranstaltungen nutzbar ist.

Mittelgeschoss (ca. 600 qm). Proberäume für Musiker*innen - In Berlin gibt es nach wie vor einen hohen Bedarf an Musikübungsräumen in Zentrumsnähe. Dazu können Proberäume im Keller mit verschiedenen Nutzungsformen (fest vermietet an Musiklehrer, flexibel nutzbar für Bands, Größe zwischen ca. 10 und 60 qm) entwickelt werden.

Obergeschoss (ca. 600 qm). Tonstudio und Bürostruktur - Angeschlossen an die Proberäume und die Probebühne ist nach einer akustischen Prüfung der Umgebung (Lärmemission der Bahngleise) die Installation einer Studioumgebung denkbar. Auch hier gibt es Kontakte zu Studiobetreibern. Die Landesmusikakademie Berlin würde einen Umzug des jetzigen Tonstudios im Hauptgebäude des FEZ Berlin prüfen. Außerdem ist die Ansiedlung kleiner Unternehmen im Musikbereich eine Option für das Obergeschoss des Gebäudes. Die Kombination von aktiv Musizierenden und jungen Musikunternehmen kann sich als sehr nachhaltig erweisen, wie das Berliner ORWO Haus gezeigt hat. Je nach Auslastung des Obergeschosses sind vor dem Hintergrund medialer Entwicklungen Firmen aus dem Bereich der Audio-/Video-Installation und interaktiven Medien ein weiterer Anknüpfungspunkt für die Probebühnen/-räume.

2. Ableger/ Satellit FEZ Berlin

3. Bike-Station - Kooperation mit bob, Peter Gsedl oder Bikepiraten

4. Bio-Gastronomie – Kooperation mit der FÖL, Michael Wimmer

5. Interkultureller Gemeinschaftsgarten und urbane Landwirtschaft im Sinne der „Essbaren Stadt“

6. MURKS? NEIN DANKE! – Nachhaltiges Produktionslabor und Repair Café. Kooperation mit dem MURKS.CENTER für Kinder und Familien im FEZ-Berlin. Die Aktivitäten des Repair Cafés werden kostenlos und auf ehrenamtlicher Basis von den Reparaturexperten vor Ort ausgeführt.

7. HTW - Zusammenarbeit im Bereich Technik-/Instrumentenreparatur vorstellbar mit verschiedenen o.g. Partnern.

8. Ultra Jugendgruppe 1. FC Union Berlin – Aufbau einer Werkstatt inklusive Clubraum. 

9. Kooperationen:

  • Waldkitas in der Wuhlheide und die geplante freie Wald- und Wiesenschule → die Kinder (altersgemischt) können auf dem Gelände Projekte entwickeln und gestalten, vor allem durch Nutzung der Freiflächen für Garten und urbane Landwirtschaft, Werkstattnutzung und die Angebote des Musikhauses. Hierbei sehen wir den Wald als erweiterten Klassenraum in dem Flächen berechnet Geschichte verbildlicht und Sprache gelebt wird. Ein besonderer Schwerpunkt wird die Projektnutzung in der Ferienzeit sein, auch von anderen Bildungs- und Freizeiteinrichtungen.
  • Sprachkursprogramm Goethe-Institut, Freiwilligencamps o.ä., auch durch die Nutzung des geplanten Gästehauses am FEZ Berlin ergeben sich weitere Synergien.
  • Materialmafia, angefragt
Gestaltungsvorschlag - SÄUM Architekten

Auf der Grundlage der Nutzungsideen und der bestehenden Interessengemeinschaft haben die Architekten SÄUM einen wunderbaren Vorschlag zur Gestaltung des Gesamtgeländes rund um das VerstärkerAmt entwickelt.

Diesen Entwurf können Sie hier einsehen!

Team

Koordination: Katrin Fleischer, Claudia Kapfer und Matthias Jung

Akteure: Landesmusikakademie Berlin - Joachim Litty und Matthias Jung; FEZ-Berlin – Thomas Liljeberg; SÄUM Architekten; Bike-Station, bob - Peter Gsedl; Bio-Gastronomie – FÖL, Michael Wimmer; MURKS? NEIN DANKE! - Stefan Schridde

Putzparty und Open Air am 20.06.2015

Zum Langen Tag der StadtNatur wollen wir rund um das VerstärkerAmt aufräumen und tanzen, um so Öffentlichkeit und Aufmerksamkeit für dieses einmalige Gelände zu schaffen. Kommt vorbei, informiert euch über die bestehenden Ideen und bringt euch selbst ein!

All das machen wir gemeinsam mit dem Solar Sound System von einleuchtend e.V. und der Liedermacherin julakim (http://tinyurl.com/nhkgq3l).

Von 14:00 - 17:00 Uhr legen wir Hand an und genießen bei Musik die Natur und den Sonnenschein. Anschließend lassen wir ab 16:30 Uhr den Tag gemeinsam im FEZ mit Live-Musik ausklingen. Wer sich noch mehr Natur wünscht, kann ab 17 Uhr zusammen mit den Waldschraten auf 3 verschiedenen Touren die verborgenen Schätze der Wuhlheide entdecken.

Hier gibt's Informationen zu allen Aktionen an diesem Wochenende und unserem Musikprogramm.