Die Idee

Vom Mangel zur Fülle: "Projektvision Kreativpark für nachhaltige Freizeitgestaltung, Erholung und Bildung PARADIES WUHLHEIDE"

Der Strukturwandel, in dem sich Berlins flächengrößter Bezirk seit den 1990er Jahren befindet, hat dessen Anziehungskraft deutlich gesteigert: Einrichtungen und Unternehmen aus Wissenschaft, Technologie und dem Dienstleistungssektor siedeln sich bevorzugt hier an. Das Bezirksamt Treptow-Köpenick wirbt unter dem Titel „Wirtschaft, Wissenschaft und Tourismus: ein innovatives Wachstumsareal“ für den weiteren Ausbau der vorhandenen Potentiale.

Nur 20 S-Bahn-Minuten von der City entfernt bietet die Wuhlheide, einer der schönsten und größten Waldparks Berlins, mit jährlich über einer Million Gäste aller Generationen in seinen Publikumsattraktionen FEZ-Berlin, Berliner Parkeisenbahn, Pferdesportpark Karlshorst, Modellpark Berlin-Brandenburg und „Kindlbühne“ einen idealen Standort für einen Volkspark, in dem Erholung sinnvoll und behutsam mit kreativen Formen nachhaltiger Freizeitgestaltung verbunden werden kann.

Hier wird es wie an kaum einem anderen Ort möglich sein, einer breiten Öffentlichkeit konkret und praktisch, unaufdringlich und spielerisch vorzuführen, wie ein nachhaltig zukunftsfähiges Zusammenleben auf tragfähigen, innovativen ökonomischen Grundlagen aussehen kann.

Die Besucher/innen werden erleben können, dass bei einer auf lokal-regional vernetzten und optimierten Kreisläufen basierenden Lebens- und Wirtschaftsweise keineswegs der Verzicht im Mittelpunkt steht, sondern eine hohe Lebensqualität für alle möglich wird.

Die bestehenden Arbeitsplätze vor allem im pädagogischen Bereich können damit erhalten werden und zusätzlich neue entstehen. Denn attraktive, spannende, sinnliche, mit Spaß verbundene (Lern-)Erfahrungen bei Groß und Klein sind wichtige Voraussetzungen, um Verhaltensänderungen zum Wohle der Gemeinschaft und der Natur zu ermöglichen, deren Teil wir alle sind.

   

Das Ziel

Der heute dominierende Lebens- und Wirtschaftsstil ist nicht zukunftsfähig. Zum einen zerstört er systematisch die Lebensgrundlagen weltweit, zum anderen stößt er zwangsläufig an seine eigenen – ökologischen, ökonomischen und sozialen – Grenzen: Z.B. werden in nicht allzu ferner Zukunft die Öl- und anderen fossilen Energievorräte aufgebraucht sein und sind viele andere Rohstoffe, auf denen unsere Wirtschaft aufgebaut ist, schon heute knapp.

Das Leitbild der nachhaltigen Entwicklung (sustainable development) definiert eine Entwicklung, die den Bedürfnissen der heutigen Generation entspricht, ohne die Möglichkeiten künftiger Generationen zu gefährden, ihre eigenen Bedürfnisse zu befriedigen.

Der Begriff Nachhaltigkeit setzt dabei folgende ethische Entscheidungen voraus:

  • Jede Generation muss ihre Aufgaben lösen und darf sie nicht kommenden Generationen aufbürden.
  • Jede Generation hat die Verpflichtung, künftigen Generationen eine intakte Natur, unabhängig davon, wie hoch die produzierten Wohlstandsleistungen sind, zu hinterlassen. Dieses Werturteil ist nicht verhandelbar. (Studie des Wuppertaler Instituts „Zukunftsfähiges Deutschland“, 1996, S. 26)
  • Chancengleichheit muss innerhalb einer Generation bestehen und weltweit Gültigkeit haben.

Neben dem Bekanntmachen und dem Verständnis für nachhaltige Prozesse ist eine Handlungsstrategie notwendig, die unter anderem die Themen:

  • solidarisches Verhalten und friedliche Konfliktlösungen,
  • Veränderungen in Produktionsweise und Konsumverhalten sowie
  • neue Partizipationsmöglichkeiten für Bürger/innen in Planungsprozessen

einschließt. (Auszug aus der Webseite des Fördervereins Lokale Agenda 21 Treptow-Köpenick)

Dafür haben im Jahr 1992 in Rio de Janeiro 172 Mitglieder der UNO ein umwelt- und entwicklungspolitisches Programm für das 21. Jahrhundert unter dem Titel Agenda 21 beschlossen; unter dem Motto „Global denken – lokal handeln“ sind hier alle Kommunen der Unterzeichnerländer aufgefordert, auch auf ihrer Ebene ein solches Handlungsprogramm zu erstellen.

Zur Entwicklung innovativer, tragfähiger Konzepte als Antwort auf diese drängenden aktuellen Fragen ist auch das FEZ-Berlin, Europas größtes gemeinnütziges Freizeit-, Erholungs- und Bildungszentrum für Kinder, Jugendliche und Familien, mit seinen Partner/innen im Bezirk Treptow-Köpenick aufgerufen. Der am 13.06.2013 vorgestellte Masterplan schreibt die bisherigen Standortentwicklungskonzepte fort und zeichnet eine Perspektive, die den Park behutsam in die sozialen, ökologischen und wirtschaftlichen Veränderungen und Anforderungen der Zukunft einbezieht und langfristig in ein Leuchtturmbeispiel für nachhaltige Erholung und Freizeitgestaltung verwandelt.

 

Quelle: Porr, Fleischer, Mannkopf (06/2013): "Auf dem Weg ins PARADIES WUHLHEIDE - Masterplan für die Weiterentwicklung der Wuhlheide im Bezirk Treptow-Köpenick von Berlin“

Aktuell

Das FEZ-Berlin (KJfz-L-gBmbH) entwickelte gemeinsam mit dem Verein Pro Wuhlheide e.V., der Beuth-Hochschule für Technik Berlin, dem Tourismusverein Berlin Treptow-Köpenick e.V., der Fördergemeinschaft Ökologischer Landbau e.V. und weiteren Kooperationspartner/innen ein „Beschäftigungsnetzwerk PARADIES WUHLHEIDE“ mit den Schwerpunkten
Gesunde Erholung/Tourismus und Nachhaltig-ökologische Gastronomie für den Volkspark Wuhlheide.

Mehr zu dem Projekt und den Visionen finden Sie hier.