TN 2 - Nachhaltig-ökologische Gastronomie

Teilnetzwerk Nachhaltig-ökologische Gastronomie

Die Mitglieder des Teilnetzwerks „Nachhaltig-ökologische Gastronomie “ entwickeln 15 Ausbildungs-, Qualifizierungs- und Beschäftigungsangebote und bringen sie in Abstimmung mit den zuständigen Behörden (PEB-Teilnetzwerk 4) auf den Weg. Sechs der Angebote sollen sich auf dem 1. Arbeitsmarkt etablieren, neun können durch Förderprogramme gestützt werden.

Angestrebt werden eine Parkgastronomie mit Bio-Vielfalt, eine Schau- und Lehr-Ökobäckerei und -restauration; Biokoch- und -backkurse und –events sowie ein Qualifizierungsangebot für arbeitsuchende Mütter, die Herstellung und der Vertrieb von Informationsmaterialien sowie von Naturparkprodukten, wie z.B. Wildhecken, Honig, Kräuter. Sowohl die bereits bestehende Gastronomie soll unterstützt als auch neue Angebote initiiert und entwickelt werden.

Es werden neue Allianzen in der Stadt-Land- Region Berlin-Brandenburg geschaffen, um mehr regionale und/ bzw. Bio-Produkte in der Parkgastronomie einzusetzen. Das PARADIES WUHLHEIDE soll als regionales Schaufenster für Berlin und Brandenburg fungieren und bei der gastronomischen Versorgung wirtschaftliche Kreisläufe mit kurzen Transportwegen erschließen. Mit Café Alfons wurde der erste Kooperationspartner gewonnen, mit dem dieses Herangehen in einer Pilotphase ausgetestet wird. Das Angebot soll Schritt für Schritt erweitert werden für möglichst alle gastronomischen Anbieter im Park. Für möglichst viele Beteiligte können effiziente und preisgünstige Konditionen ausgehandelt werden. Ausgehend von der Idee "Bio kann jeder - nachhaltig essen in Kita und Schule" unterstützen wir die Qualifizierung der Gastronomie-Partner für eine gesunde und nachhaltige Ernährung von Kindern und Jugendlichen im Park. Im Park sollen alle Potentiale ausgeschöpft werden, die eine urbane gemeinschaftliche Land- und Gartenwirtschaft ermöglichen, um die Eigenversorgung mit Frischeprodukten zu verstärken.

Die Angebote werden in enger Kooperation mit dem Teilnetzwerk „Gesunde Erholung/Tourismus“ entwickelt, auf diese abgestimmt und zum Teil miteinander verbunden. Über die Weiterentwicklung des gastronomischen Bereiches in Verbindung mit anderen Handlungsschwerpunkten sollen neue Wege der touristischen Nutzung des gesamten Parks erschlossen werden, das PARADIES WUHLHEIDE als besonderes Freizeit- und Erlebniszentrum für Jung und Alt.

Eine besondere Rolle übernimmt die Fördergemeinschaft Ökologischer Landbau (FÖL) als Teil eines Netzwerkes, das sich im Großprojekt Paradies Wuhlheide engagiert. Die FÖL berät die Gastronomie vor Ort, bereitet den Weg für Kooperationen mit regionalen Bio-Landwirt/innen und Händler/innen und unterstützt die anderen Projektpartner/innen bei der Entwicklung und Etablierung von Bildungseinheiten, die das Thema nachhaltige Ernährung und Gastronomie betreffen.

Schwerpunkte

1. Stärkung regionaler Wertschöpfungsketten durch den Einsatz regionaler, saisonaler und ökologisch produzierter Ware in einer nachhaltig-ökologisch orientierten Gastronomie

  •  Durch den Bezug von ökologisch produzierten Lebensmitteln aus der Region Berlin-Brandenburg können Arbeitsplätze erhalten und die Schaffung neuer vorangetrieben werden. Desweiteren soll das Verhältnis und die Identifikation der Menschen mit der eigenen Region durch den Erwerb von Wissen über Herkunft und Produktionsweise der Lebensmittel verstärkt werden. Durch die Möglichkeit des gegenseitigen Besuches – die Landwirte können in die Wuhlheide kommen, aber auch die Besucher der Wuhlheide können aufs Land fahren, wird die Stadt-Land Beziehung vertieft und bäuerliche Strukturen gefördert.
  • Durch die Schaffung regionaler Netzwerke und Kooperationen zwischen den verschiedenen beteiligten Akteuren aus Landwirtschaft und Gastronomie, Bildungseinrichtungen, Natur – und Umweltschutzverbänden und dem Handel möchten wir die Entwicklung eines nachhaltigen gastronomischen Konzeptes in der Wuhlheide unterstützen.

2. Stärkung des Bewusstseins der Besucher/innen und Mitarbeiter/innen zum Thema Nachhaltigkeit

  • Durch den Bezug von Waren aus der Region unterstützen wir die Reduktion des CO2 Ausstoßes, um dadurch die Umweltbelastung zu minimieren. Der Einsatz von ökologisch produzierten Lebensmitteln hilft die Belastung der Böden und des Grundwassers mit Rückständen des Einsatzes chemisch-synthetischer Pestizide zu verhindern.
  • Der Schutz der Ressourcen muss bei allen Aktivitäten im Blick behalten werden. Dies betrifft sowohl die sogenannten natürlichen (umweltschonender Umgang mit Wasser, Boden, Lebensmitteln, Abfall zum einen auf der Produktions- aber auch der Verarbeitungsseite), als auch die menschlichen Ressourcen (gute Arbeitsbedingungen, Weiter – Fortbildungsmöglichkeiten). Dadurch kann ein wichtiger Beitrag zur Inter- und Intragenerationengerechtigkeit geleistet werden.
  • Der Standort soll als Schaufenster für eine regionale, ökologische und nachhaltige Ernährungswirtschaft in Berlin und Brandenburg ausgestaltet werden. Infotafeln, Exkursionen u.a. werden den Mitarbeiter/innen und Besucher/innen der Einrichtungen im Park angeboten, um sich mit dem Thema zu beschäftigen und Anregungen für Besuche bei regionalen Erzeugungs- und Verarbeitungsbetrieben zu vermitteln.
  • Die FÖL ist bereits seit Jahren Ausrichter des Bio-Caterings und des Bio-Erlebnisbauernhofes zum Internationalen Kindertag. Ergänzend erfolgt eine Beratung und Vernetzung des Veranstaltungsprogramms des FEZ und weiterer Einrichtungen des Parks in Bezug auf eine gesunde Ernährungswirtschaft, und somit werden weitere Impulse für die Gestaltung der Bildung für eine nachhaltige Entwicklung gesetzt.

3. Entwicklung eines vielfältigen Speiseangebotes zur Gesundheitsförderung

  • In Zusammenarbeit mit den ortsansässigen Gastronom/innen möchten wir ein vielseitiges, auf regional, saisonal und ökologisch produzierten Lebensmitteln basierendes Speiseangebot erstellen. Dies soll in Zusammenarbeit mit verschiedenen Landwirt/innen aus Produktion, Verarbeitung und Handel, sowie der Ernährungsbildung erreicht werden.
  • Dieses Angebot soll dem Anspruch einer gesundheitsfördernden, kindgerechten und dennoch attraktiven Ernährung gerecht werden. Ein wichtiger Punkt um aus finanzieller, ernährungsphysiologischer und umweltpolitischen Sicht einen Beitrag zur Nachhaltigkeit zu leisten ist die Reduktion des Fleischkonsumes. Massentierhaltung, Sojafuttermittelproduktion, Belastung mit Dünger sind Stickpunkte, die hierbei nicht aus den Augen verloren werden dürfen. Eine Bio-Zertifizierung der Gastronomie wird angestrebt.
Arbeitsweise
  • Kontinuierliche Bestandsaufnahme und Bedarfsermittlung vor Ort
  • Gespräche zum Informations- und Erfahrungsaustausch mit Fachleuten aus dem Beschäftigungsnetzwerk, insbesondere mit der FÖL
  • Situationsanalyse bei Cafè Alfons hinsichtlich Mengengerüst, Logistik, Stärken und Schwächen u.a.
  • Recherchen in der Fachliteratur und im Internet
  • Gewinnung weiterer handlungsfeldbezogener Netzwerk- und Kooperationspartner/innen,
  • Workshops zur Ideensammlung wie Z.B.„stadtspieler-PARADIES WUHLHEIDE“
  • Die Projektgruppe für das Handlungsfeld „Nachhaltig-ökologische Gastronomie“, in der themenbezogen Einzelpersonen, Institutionen, Unternehmen und Einrichtungen arbeiten werden, trifft sich vierteljährlich.
  • Die Ergebnisse werden regelmäßig im Jour Fixe der Projektleitung mit den Planungen für das Handlungsfeld „Gesunde Erholung/Tourismus“ abgestimmt.
  • Die Präsentation und Diskussion der Projektergebnisse erfolgt regelmäßig in den vierteljährlichen Treffen des Beirats mit Vertreter/innen der Kooperationspartner/innen und Fachexperten/innen und in den halbjährlichen Treffen mit dem behördlichen Netzwerk. Diskussion und Abwägung unterschiedlicher Interessen, Entscheidung bei weiterbestehenden unterschiedlichen Interessen durch Beirat, ggf. Ermittlung von gemeinsamen Profilierungsmaßnahmen
  • Schulungen und Exkursionen für Köche/innen bzw. Personal des Caterers sowie für Mitarbeiter/innen der Einrichtungen
  • Herausgabe eines Newsletters
  • Informations- und Kommunikationsplattform im Internet
  • Entwicklung von handlungsfeldbezogenen Projekten mit Schulen, Fach- und Hochschulen
  • Evaluation und wissenschaftliche Begleitung

Kontakt: Katrin Fleischer

Ideenvorschläge

Weitere Ideen und Maßnahmen

  • Exkursionen nach Brandenburg 2014
  • Art-Festival Kunst am Spreeknie 2014 (Kunst im Park und Kinderstadtführung in fezitty-die-hauptstadt-der-kinder)
  • Ausstellung PEB-Projekt 2014
  • Bildungsmarkt BNE im FEZ 2014 in Kooperation mit Grünen Lernorten
  • Kooperation mit Schulen
  • Ökospeicher und Verarbeitungsmodelle in Kooperation mit der Agrarbörse
  • Ausstellung im FEZ, Region BB 2015
  • Andere Kulturen, Sprachen und kulinarische Besonderheiten
  • Nachhaltigkeitsmanagement bei der gastronomischen Betreuung von Großveranstaltungen