Ergebnisse Fachforum

Weit über 60 Akteure aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft, Bildung und Soziales haben in dem 1. Fachforum „Auf dem Weg ins PARADIES WUHLHEIDE“ am 3. November 2014 im FEZ-Berlin gemeinsam beraten, wie sie die Nachhaltige Entwicklung des Volksparks gestalten wollen. Neben der Stärkung des Netzwerks und der Ausarbeitung konkreter Schritte gab es zwei Höhepunkte.

So wurde das weitreichende Eckpunktepapier zur Zusammenarbeit der beiden Bezirke durch die Bürgermeister von Treptow-Köpenick, Herr Igel, und Lichtenberg, Herr Geisel unterzeichnet.

Die Staatssekretärin für Jugend und Familie, Frau Klebba hielt eine engagierte Rede, in der sie darauf verwies, dass die Entwicklung des Volkspark Wuhlheide zu den landschaftsplanerischen Schwerpunkten des Senats bis 2030 gehört und weitere Investitionen des Landes zur Standortentwicklung sinnvoll sind.

Besonders haben wir uns über die herzlichen Grußworte, der leider verhinderten Preisträgerinnen unseres Logo-Wettbewerbs Alice Bodnar und Veronika Teichmanns, gefreut.

Darüber hinaus wurden in sechs verschiedenen Workshops gemeinsam mit Fachexperten/innen, Netzwerkpartner/innen und Vertreter/innen der Kommunalpolitik, Wirtschaftsunternehmen, Bildungs- und Forschungsinstitutionen, Organisationen und Verwaltung Gestaltungs- und Umsetzungsmöglichkeiten für das PARADIES WUHLHEIDE sowie Wege zur Finanzierung entwickelt und diskutiert. Thematische Schwerpunkte waren die Touristische Entwicklung des Gesamtparks und der Region, die Ausarbeitung von Erlebnispfaden, die Gestaltung einer ökologisch-nachhaltigen Gastronomie sowie die Erschließung des Bahnhofsgeländes S-Wuhlheide für verschiedene Projekte.

Moderator T. Sonnenburg, Bezirksbürgermeister Treptow-Köpenick O. Igel, Staatssekretärin für Jugend und Familie S. Klebba, Projektleiterin PARADIES WUHLHEIDE K. Fleischer, Geschäftsführer FEZ-Berlin L. Mannkopf (von links nach rechts)
Impulsvorträge
Wuhlheide-Erlebnis-Parcours

Ausstellungen:

Vorstellung Wuhlheide-Akteure:

W 1 Touristische Angebotsentwicklung + W 4 Besucher-Zentrum für die Naturerfahrungsräume Region Berlin Ost

Neue Wege im Tourismus für Treptow-Köpenick

Tourismusverein Berlin Treptow-Köpenick e.V., Geschäftsführer Mathis Richter
Vorstellung des vorläufigen, noch nicht veröffentlichten Tourismuskonzept Treptow-Köpenick inklusive neuer Tourismus-Marke. Ein zentrales Thema der Ausflugsregion Treptow-Köpenick ist u.a. der Volkspark Wuhlheide.

Konkrete Projekte für 2014/2015:

Geplante Projekte:

Park-Partner:

  • Parkeisenbahn
  • Projektidee im Rahmen der Trenntstadt Berlin: Sonderzug zum „Kreislauf der Wertstoffe“ in der Wuhlheide. Sammeln und verteilen der „Abfälle“ im Park an verschiedene Aufbereitungsstationen (Plastik, Organisches, Papier usw.)

Wichtige Partner: Tourismusverein, Forsten, Senat, Einrichtungen Wuhlheide, Wissenschaft, Unternehmen

Offene Fragen: Potenziale, Finanzierung, Zuständigkeit, Marketing, Förderverein Wuhlheide

Erreichte Meilensteine: Verein Pro Wuhlheide

Empfehlungen/Maßnahmen: Externe/s Moderation/ Management, 100 Jahre Wuhlheide, Benefizkonzert

2016 widmet die DZT den Natur- und Nationalparks in Deutschland dann sogar ein eigenes Themenjahr unter dem Motto „Faszination Natururlaub“

W 2 Nachhaltig ökologische Gastronomie

Bio-gastronomische Beispiele:

Projekt in der Wuhlheide/ FEZ / Ökoinsel:

  • Teamgarten GbR. Experiment VitaWert+: Gemüse auf 48 Quardratmetern. Entwicklung eines Anbauleitfadens, der im Anschluss an das Experiment entstehen soll. Stadtbewohner können einen Teil ihres Obst- und Gemüsebedarfs selbst decken. Test welche Kulturen besonders viel Ertrag auf kleinstem Raum bringen. Die Gemüseernte wird lokal von Café Alfons verarbeitet. Dabei wird insbesondere auf den Gesundheitswert und die leichte Nachkochbarkeit Wert gelegt.
    Reduce, Reuse, Recycle! Café Alfons hat zudem Ketchup-Eimer gespendet und es wurden Tomaten darin gepflanzt.
  • Geplant: Dachgarten mit VitaWert+-Teller

Probleme: Qualifizierung Gastronomen, Öko-Schau- und Lehrbäckerei, Schaufenster für regionale, ökologische und nachhaltige Ernährungswirtschaft in Berlin und Brandenburg

Empfehlung/Maßnahme: Veggie-Day in der FEZ-Kantine, gezielte Pächter-Auswahl (definiertes Bio-Verpflegungsangebot), d.h.bio/regional Vorgabe vom Verpächter; Information der Pächter, Hand-in-Hand: Kooperationen mit FÖL und lokalen Akteuren; Umfeld gestalten: Kommunikation, Coolness-Faktoren; Interesse wecken: Popularität; Bildungsarbeit vor Ort: Ausstellungen usw.; Ausbildungsprojekte, Beispiel Schloss Britz; Ausbildung mit OSZ – Projekte: Nachhaltiges Wirtschaften/ Nachhaltiger Tourismus.

Finanzierung/Umsetzung: Lotto-Gelder, Crowdfunding/-investing, Spendenplattformen, Förderung durch Pachterlass, öffentliche Grundfinanzierung

Partner/innen: Verpächter, Ausbildende Hotels / Schulen, Markthalle 9 (LifeStyle / junge Menschen) – PARADIES Wuhlheide (Familie, Kinder)

Beschäftigungsmöglichkeiten: Referenten für Bioback/-kochkurse /-events; Hotelfachleute / Köche (Ausbildung)

W 3 Erlebnispfad Faszinosum „Boden“ im PARADIES WUHLHEIDE

Ergebnisprotokoll von Wissenschaft für Kids mit Tüftelfaktor

Ein Erlebnispfad „Boden“ darf nicht auf die wissenschaftlichen Grundlagen zum Thema Boden beschränkt sein, sondern muss das Thema ganzheitlich aufgreifen. Von Sport, über Ernährung/ Gartenbau, Geschichte und Kunst, bis zu den wissenschaftlichen Grundlagen des Bodens.
Das Erleben und Begreifen für Kinder, Jugendliche und Erwachsene ist der zentrale Fokus, mit dem das Thema präsentiert wird. Ziel ist es, die Aufmerksamkeit auf das wichtige Thema „Boden“ ohne erhobenen Zeigefinger zu lenken.

W 5 Planungswerkstatt für das Bahnhofseingangsgelände S-Wuhlheide

Ergebnisprotokoll von Katrin Fleischer, PARADIES WUHLHEIDE

Voraussetzungen für ein „gutes“ Projekt:

  • finanziert
  • passt ins Gesamtkonzept
  • Bedarf / Nutzerzufriedenheit
  • realisierbar
  • Sicherheit gewährleistet
  • gute Nutzergemeinschaft
  • Kooperation innerhalb der Wuhlheide – Stadt
  • Mobilität (ÖPNV), Gastro
  • Personalressourcen / Beschäftigungsmöglichkeiten (Startup, Kreativ-Wirtschaft)
W 6 Standortentwicklung Schöneweide - Sozialraumplanung und Verkehrsentwicklung, Regional- und Stadtentwicklung

Status-Quo:Standortentwicklungskonzept – Wuhlheide, Strategie, Handlungsrahmen, Arbeitsgrundlage
Ulrike Zeidler, Leiterin Stadtentwicklungsamt im Bezirksamt Treptow-Köpenick in Berlin

Planungsstand der Standortentwicklung Wuhlheide inklusive Vorschlägen zum weiteren Vorgehen
(im Auftrag von Pro Wuhlheide e.V.)
Landschaftsplanerin Sabine Nebelung, Nebelung Public Relations

Ergebnisse:

→ Bestätigung des Entwicklungskurses

→ Bildung einer Arbeitsgruppe unter Koordination vom Fachbereich Stadtplanung (Bezirksamt) aus Vertretern von Verwaltung, Pro Wuhlheide e.V. und PARADIES WUHLHEIDE

→ Zusammenstellen eines gemeinsamen Maßnahmenbündels, welches zu einem Maßnahmen-Zeitplan weiterentwickelt wird

Entwicklungsschwerpunkte Freizeitpark / Erlebnisparcours:

  • Wegeleitung, Eingangsbereiche / Zuwegung, Verbindung zwischen den Bezirken
    → gemeinsame Infrastruktur (Wege, Schilder, Layout, Urban Gardening)
  • Vernetzung: Wegesystem, Anbindung benachbarte Quartiere, Schiffsanleger
  • Erreichbarkeit (Stellplätze, Regionalbahn usw.)
  • Möblierung / WC
  • gemeinsames Standortmarketing, Zielgruppe: Familien + Naturerlebnis
    → Alle Projekte müssen zum Corporate Identity des FEZ und der Wuhlheide passen:
  • Parkmanagement
  • Synergien nutzen

Wichtig: Arbeiten Beuth HS, TU und HTW (siehe Wuhlheide-Erlebnis-Parours)

W 7 Parkrundgang mit Künstler/innen

Spaziergangsprotokoll von Lutz Längert, meinschöneweide.de

Anlagen:


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